BlueMotionBlog

Zuviel Wasser, dort wo es nicht hingehört (Teil 1)

Das Jahr 2018 hielt gleich zu Beginn eine sehr unangenehme Überraschung für mich bereit. Hinter dem Beifahrersitz stand plötzlich 2 cm hoch Wasser, nirgendwo sonst, nur dort. Das Dach war trocken und frei von Wasserflecken und auch alle Dichtungen machten einen guten Eindruck. Was war da los? Wie werde ich der Sache Herr?

Bis ich deswegen endlich einen Termin beim Autohaus bekam, bedeutete dieser Zustand tagtäglich vollgesogene Handtücher, mit denen ich die Wassermenge zu verringern versuchte. Denn man denkt gar nicht, wieviel Wasser dieser Teppich dort aufnehmen kann. Es war Winter und die Temperaturen und Minusbereich führten irgendwann dazu, dass aus Wasser langsam Eis wurde und damit fuhr ich knappe zwei Wochen durch die Gegend.

Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt, taute das Eis immer mal wieder langsam auf. Kleine Eiszapfen am Fahrzeugunterboden zeugten davon.

Tropf, tropf, tropf …

Die zwei Wochen bis zum Werkstatttermin gaben mir genügend Zeit, um mal nach ähnlichen Fällen zu suchen und das Internet zu befragen. Und tatsächlich, es gibt Forenbeiträge, Bilder und sogar YouTube-Videos, die Auswirkungen und Ursache zeigen.

Ich wusste also in etwa woran ich in der Sache bin. Dann kam irgendwann der große Tag und ich durfte mit dem Problem beim Händler vorsprechen. Über die ersten Vermutungen, es sei Kondensat der Klimaanlage, konnte ich nur schmunzeln. Man behielt das Auto da und beauftragte die Fachabteilung Karosserie mit dem Fall.

Ein Tag später meldete man sich mit der Diagnose, dass sich bauartbedingt die Aufläufe in den Hohlräumen zugesetzt hätten und sich insbesondere im Schweller Wasser gesammelt habe, dass dann in den Innenraum gedrungen war. Da mein Auto 365 Tage im Jahr draußen steht, setzen sich pflanzliche Überreste in allen Öffnungen fest und verursachen derartige Probleme und das Wasser läuft schlecht oder gar nicht mehr ab.

Wie schnell sich die Hohlräume füllen, hängt natürlich von der Stärke der „inneren“ Verschmutzung und der Wassermenge ab, die das Auto trifft. Die Auswirkungen werden etwa durch Waschanlagen verstärkt, da dort enorme Wassermengen auf das Fahrzeug treffen.

Das Auto wurde also zwei Tage lang trockengelegt, die Abläufe gereinigt und die Hohlräume neu versiegelt. Da sowas jedoch nicht von der Garantieverlängerung abgedeckt ist, kamen für den gesamten Vorgang Kosten von 800 Euro auf mich zu. Kulanterweise teilte sich die Werkstatt den Betrag mit mir, wofür ich äußerst dankbar war.

Ich war wieder mobil und das Auto wieder trocken. Erstmal.

Teil 2

One thought on “Zuviel Wasser, dort wo es nicht hingehört (Teil 1)”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.