BlueMotionBlog

Neue Sicherheitssysteme als Gefahrenquelle?

Die Polizei Wolfsburg weist darauf hin, dass die neuen Sicherheitssysteme, die eine immer größere Verbreitung erlangen und mittlerweile auch in kleinen Fahrzeugklassen erhältlich sind, auch für gewisse Risiken, wenn nicht sogar Gefahren sorgen könnten.

Im Einzelfall geht es in der unten verlinkten Pressemitteilung um Notbrems-Assistenten mit Frontradar (häufig auch Kollisionswarner genannt). Diese Systeme erfassen den Fahrweg auf bestimmter Distanz und warnen den Fahrzeugführer zunächst optisch und akustisch vor eine nahenden Kollision. Sollte der Fahrer nicht reagieren, lösen diese Systeme eine Notbremsung aus, um die Kollision zu vermeiden oder zu verringern.

Da dies in „unmenschlich schneller“ Geschwindigkeit geschehe, schaffen es nachfolgende Fahrzeuge auch trotz ausreichendem Sicherheitsabstand (jedoch ohne eine solche Sonderausstattung) nicht mehr, einen Auffahrunfall zu verhindern.

Der Rat hier lautet, künftig einen noch größeren Sicherheitsabstand einzuhalten – oder sich ebenfalls ein Fahrzeug mit einer solchen Funktion anzuschaffen.

Ein vor ihnen fahrender Pkw biegt nach rechts ab und wird im Abbiegevorgang langsamer, um bevorrechtigte Fußgänger oder Fahrradfahrer passieren zu lassen. Das Fahrzeugheck des abbiegenden Fahrzeuges ragt noch leicht in ihre Fahrbahn hinein. Sie erkennen die Situation und beschließen wie gewöhnlich mit einem kleinen Schlenker nach links um das Heck herum des abbiegenden Pkw vor ihnen zu fahren. Noch bevor sie eine Lenkbewegung ausführen, hat der Frontradar-Notbrems-Assistent eine Kollisionsgefahr erkannt und nahezu unmittelbar eine Blockier-/Gefahrenbremsung eingeleitet. Da sie selbst nicht auf eine Gefahrenbremsung vorbereitet sind, werden sie vehement in den Sicherheitsgurt gedrückt. Der möglicherweise nachfolgende Fahrzeugführer ist von der Gefahrenbremsung ihres Fahrzeuges ebenfalls überrascht. Ohne einen Notbrems-Assistenten dürfte selbst der bislang gewohnte und für aus-reichend empfundene Sicherheitsabstand kaum ausreichen, um einen Auffahrunfall zu vermeiden.

Quelle: Pressemitteilung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.