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Saftlos reloaded

Im letzten Beitrag habe ich über Schutzfunktionen bei drohendem Energiemangel berichtet. Hätte ich mich damals doch nur auf einen möglichen Worst Case vorbereitet.

Ich war aus beruflichen Gründen knappe sechs Tage nicht im Land. Als ich nach der Rückkehr meine erste Fahrt zum Supermarkt antreten wollte, um den leeren Kühlschrank zu füllen, tat sich beim Betätigen der Fernbedienung nichts – wirklich gar nichts. Kein Blinken, Klacken oder Surren. Die Autobatterie war vollkommen leer. Zu allem Unglück regnete es in Strömen und es stürmte wie verrückt; doch der findige Autobesitzer hat in solchen Situationen stets ein Ass im Ärmel (meinte er).

Vor Jahren kam ich mal in Besitz eines mobilen 12-V-Powerpacks mit integriertem Bleiakku. Meine Hoffnung war, dass sich damit mein Auto wiederbeleben ließe. Gesagt, getan. Doch wie bekommt man die Motorhaube auf, um an die Batterie zu gelangen? Denn bei den rahmenlosen Türen des Golf Cabriolet öffnen sich die Fenster immer einen Spalt, bevor man die Tür öffnen kann – und das funktioniert elektrisch. Um zunächst an das Türschluss zu kommen, musste man am Türgriff eine kleine Abdeckkappe entfernen und konnte das Auto manuell entriegeln. Wie aber nun die Tür öffnen, die Scheibe bewegte sich ja nicht!? Ich zog vorsichtig am Türgriff und konnte die Tür bereits ein wenig öffnen und dann mit den Fingern zwischen Glas und Dichtung entlangfahren, um sie komplett zu öffnen. Das funktioniert überraschend gut und widerstandsarm. Nun war der Griff für die Motorhaubenentriegelung erreichbar und ich konnte das Powerpack an die Batterie anschließen. Sekunden später gab der Golf erste Lebenszeichen von sich.

Da jedoch das letzte Aufladen des Powerpacks schon eine Weile zurück lag, reichte die zugeführte Energie gerade mal für die Zentralverriegelung und ein paar Beleuchtungselemente. Beim Drehen des Zündschlüssel gab der Starter nur ein müdes „Klack“ von sich. Vielleicht braucht er noch ein wenig Zeit, dachte ich mir und setzte mich ins Auto und wartete ein paar Minuten – leider ohne Erfolg.

Mir blieb nichts anderes übrig, als Starthilfe eines zweiten Fahrzeugs in Anspruch zu nehmen. Heutzutage führen nicht mehr viele Leute ein Starthilfekabel mit sich, daher mussten meine Retter auch erstmal auf Einkaufstour in den Baumarkt. Dank dieses Einsatzes war ich kurze Zeit darauf wieder mobil. Plan C wäre hier noch der ADAC oder der VW Service im Rahmen der Mobilitätsgarantie gewesen.

Um sicher zu gehen, dass das Auto am nächsten Morgen noch startete, bin ich erstmal eine knappe Stunde durch die Gegend gefahren und habe die Daumen gedrückt. Da ich wissen wollte, ob nun Batterie oder Lichtmaschine einen Knacks weg haben, wollte ich am nächsten Tag gleich in der Früh zu VW. Kurz nach 10 Uhr startete der Motor ohne Probleme und ich konnte beim Service vorstellig werden.

Nachdem ich kurz meine Schwierigkeiten beschrieb, wurde ein Diagnosetester angeschlossen und (zum Glück) alles für gut befunden. Die Batterie war mittlerweile auch wieder fast komplett aufgeladen.

Batterietest

Wo jedoch nun die Ursache für die vorausgegangenen Probleme lag, konnte man mir nicht sagen …

Bis heute sind keine weiteren Probleme auftreten.

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